News 2.11.2010
Ein Glasformverfahren mithilfe einer dreiteiligen Form hat der steirische Verpackungsglasproduzent Stölzle entwickelt -und damit den Verpackungspreis gewonnen.
Köflach. Mit einer technischen Innovation hat die steirische Stölzle Oberglas mit Sitz in Köflach den begehrten deutschen Verpackungspreis gewonnen. Die Auszeichnung erfolgte für eine Wodka-Flasche in ungewöhnlichem Design. Da der austro-russische Wodka "Oval" tetraederförmige Alkohol-Moleküle enthält, ist auch die Flasche in dieser Form gehalten. Möglich wurde die Herstellung der Flasche durch ein neues Glasformverfahren.
"Normalerweise werden Flaschen in einer zweiteiligen Form hergestellt", schildert Stölzle-CEO Johannes Schick. Dies hätte allerdings eine hässliche Nahtstelle an einer der Frontseiten des edlen Gefäßes hinterlassen. "Wir haben das umgangen, indem wir als erster Verpackungsglashersteller eine dreiteilige Form entwickelt und zum Einsatz gebracht haben", freut sich Schick. Überhaupt beschäftige man sich viel mit Design: "Zwei bis zweieinhalb Prozent unseres Umsatzes fließen da hinein."
Umsatz 2009 stabil!
Den Umsatz hat Stölzle auch im Krisenjahr 2009 fast stabil halten können. "Wir haben 140 Millionen € umgesetzt, nach 144 Millionen € im Jahr 2008", erklärt Schick. Dies sei gelungen, weil Stölzle breit aufgestellt sei. "Wir produzieren nicht nur für die Kosmetik- oder die Pharmabranche, wie die meisten Mitbewerber, sondern beliefern beide Sparten und stellen zusätzlich noch Verpackungsglas für Spirituosen her." Besonders der Pharmabereich sei aber auch in der Krise weiter gut gelaufen.Die zum Firmenimperium des deutschen Industriellen Cornelius Grupp zählende Stölzle Oberglas beliefert Firmen wie Sandoz, Boehringer, Pfizer, Avon, L' Oreal, Underberg oder Jägermeister. Pro Jahr stellt das Unternehmen 2,6 Milliarden Gläser her, 1, 4 Milliarden davon am steirischen Standort Köflach. "Wir sind voll ausgelastet, die Produktion läuft 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang", ist Schick stolz. In der Steiermark wurden übrigens die Kapazitäten aufgestockt. Hintergrund war ein Brand im tschechischen Werk von Stölzle zu Weihnachten 2009, der die Anlage völlig zerstörte. Vor Kurzem lief die Produktion in Tschechien wieder an. Die Kapazitäten in der Steiermark bleiben dennoch erhalten, versichert Schick.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Cornelia Zelle
- Stölzle-Oberglas GmbH
- Fabrikstraße 11
- A-8580 Köflach
Sales Manager / Marketing
- Phone: +43-3144-706-641
- Fax: +43-3144-706-670
- Mail: cornelia.zelle@stoelzle.com
Quelle: www.wirtschaftsblatt.at
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