Stölzle Oberglas wächst nach Investitionspaket

News 6.07.2011

Von 140 auf 150 Millionen EUR ist der Umsatz von Stölzle Oberglas 2010 gestiegen. Für heuer peilt der weststeirische Verpackungsglas-Hersteller 185 Millionen EUR an.

Köflach. Einen kräftigen Umsatzschub erwartet der weststeirische Verpackungsglas-Hersteller Stölzle Oberglas im laufenden Jahr. 2010 stieg der Umsatz des zur deutschen Cornelius-Grupp-Gruppe gehörenden Köflacher Unternehmens von 140 auf 150 Millionen €, für heuer erwartet Stölzle-Geschäftsführer Johannes Schick einen Sprung auf 180 bis 185 Millionen €.

"Wir produzieren in allen vier Werken am Kapazitätslimit", freut sich Schick. Neben dem Hauptwerk in der Steiermark betreibt der Glashersteller weitere Werke in Polen, Tschechien und Großbritannien. Die Gründe für die rasante Entwicklung sind für Schick einerseits die "absolut kundenorientierte Organsiation". Zum anderen, so Schick, habe man in der Krise azyklisch investiert und eine "Strategie der Konzentration auf Health Care und Beauty gefahren".

Stölzle hat seit Anfang 2009 rund 80 Millionen € vor allem in Kapazitätserweiterungen investiert. Das nach einem Brand zerstörte Werk in Tschechien wurde wieder errichtet und dabei aufgestockt, die Fabrik in Polen erhält bis September eine zweite Glaswanne und damit deutlich mehr Kapazität. In Köflach wurden zwei neue Glaslinien hinzu gefügt. Dort stehen nun zehn Fertigungslinien zur Verfügung.

Schick bekennt sich zur Zentrale in Österreich: "Ein Viertel der Investitionen werden in Köflach getätigt. Dort ist auch die Formenentwicklung angesiedelt, da sitzt das Know-how."

Zu den Kunden von Stölzle zählen nahezu alle namhaften Parfüm- und Spirituosenhersteller der Welt sowie weite Teile der Pharmabranche. Auf den Bereich Pharmaglas entfallen heuer rund 100 Millionen € Umsatz, der Bereich Prestige & Beauty erwirtschaftet 80 Millionen €. Im nächsten Jahr rechnet Schick mit einem Verhältnis von eins zu eins.

Schauglashütte

Aufgelassen wird in der Steiermark die ohnehin auf knapp 20 Mitarbeiter geschrumpfte Produktion in Bärnbach. Dort wurde mundgeblasenes Glas hergestellt. Nun sollen die Mitarbeiter bis Anfang September in das benachbarte Hauptwerk in Köflach integriert werden, in Bärnbach soll aber eine Schauglashütte erhalten bleiben. Schick: "Wir wollen weiterhin unseren beitrag zu Kunst, Kultur und Tourismus leisten."

Die Zahl der Mitarbeiter stieg bei Stölzle im Vorjahr von 1200 auf 1300, 420 davon sind im Stammwerk in Köflach tätig.


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

  • Cornelia Zelle

  • Stölzle-Oberglas GmbH
  • Fabrikstraße 11
  • A-8580 Köflach

Quelle: www.wirtschaftsblatt.at
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