Mit dem Know-how von 200 Jahren

Der Weg der Stölzle-Oberglas zum international renommierten Verpackungsglasspezialisten

News 17.03.2010

Die Glasproduktion in der Weststeiermark hat Geschichte und Tradition seit der K.u.K-Zeit. Heute ist die Stölzle-Gruppe ebenso international tätig, der Branchen-Fokus liegt im Gesundheitssektor. Ein Gespräch mit Stölzle-Geschäftsührer Dkfm. Johannes Schick über aktuelle Entwicklungen und Zukunfts-Strategien.

Mit Werken in Österreich, Tschechien, Polen und Großbritannien ist die Stölzle-Gruppe international gut aufgestellt. Als einziger europäischer Hersteller produziert Stölzle Verpackungsglas sowohl für den „Prestige & Beauty“-Sektor – also etwa Parfumfläschchen ebenso wie Gläser für hochwertige Spirituosen – als auch für den „Healthcare & Consumer“-Bereich, zum Beispiel pharmazeutisches Glas und Labor-Glas. Dabei versteht sich Stölzle als „one-stop-shop, in dem von der Entwicklung und Produktion, über Dekor und Verschlusslösungen alles abgedeckt wird“. Das weststeirisch Unternehmen, seit 1987 Teil der CAG-Gruppe des Industriellen Cornelius Grupp, ist seit Kurzem auch Teil des Humantechnologie-Clusters. Stölzle-Geschäftsführer Johannes Schick erzählt, warum das für sein Unternehmen wichtig ist, wie die neuen Geschäftsfelder entstanden sind und was man sich für die Zukunft erwartet …

Stölzle ist se it Kurzem Teil des Humantechnologie-Clusters. Wo liegen die Vorteile für Ihr Unternehmen?

Wir finden es sehr gut, dass es eine Einrichtung wie den Humantechnologie-Cluster gibt. Als weltweit tätiges Unternehmen mit steirischen Wurzeln fühlen wir uns verbunden, gleichzeitig möchten wir auch das Netzwerk der Clustermitglieder zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch sowie zur Geschäftsanbahnung nutzen. Die Angebote des Clusters wie etwa zu Fragen der Personalentwicklung sowie die Weiterbildungsmöglichkeiten sind ebenfalls sehr interessant für uns.

Und Sie kooperieren schon mit Cluster-Mitgliedern. Vielleicht können Sie uns kurz erzählen , wie diese Zusamenarbeit begonnen hat und wie sich das Ganze entwickelt ...

Wir sind erst in der Phase der Kontaktaufnahme und werden sehen, was sich ergeben wird. Unsere Erwartungshaltung ist jedenfalls sehr groß …

Lasen Sie uns noch einen Blick auf den Beginn der Geschichte werfen . Wie ist der Geschäftsbereich „Healthcare & Consumer“ entstanden, was waren die ersten Projekte?

Der Geschäftsbereich HCC ist aus der ehemaligen Sparte „Industrie- und Verpackungsglas“ entstanden, zu dem noch die Abteilung „Medical-Laborglas“ hinzugekommen ist, also der Handel unserer eigenen Produktionen bzw. der Großhandel von Verbrauchsmaterialien für Krankenhaus, Industrie und Forschung. Es ist auch eine Umbenennung, denn mit der Bezeichnung „Healthcare & Consumer“ wollen wir unseren Fokus auf den Gesundheitsbereich und die Pharmaindustrie deutlich herausstreichen.

Wo liegt das „besondere Know-how“ von Stölzle in diesem Sektor, wo gab’s da „Wissens-Vorsprünge“ aus anderen Bereichen des Stölzle-Portfolios?

Unser besonderes Know-how liegt in der Produktion von Tropferflaschen im Dreifachtropfen-System. Damit wird sichergestellt, dass große Mengen an Tropferflaschen (vor allem Artikel kleiner als 50ml Volumen) in hervorragender Qualität zu sehr attraktiven Preisen hergestellt werden können. In anderen Bereichen, wie etwa bei Spirituosen – kleine Jägermeister- bzw. Underberg-Flaschen – und zum Teil auch bei Lebensmittel-Containern ergaben sich dieselben Anforderungen, weshalb dieselbe Technologie auch für solche Produkte eingesetzt wird.

Und welche Bedeutung wird der Life-Science-Sektor mittel- und langfristig für Stölzle Oberglas haben?

Life Science- und klassische Pharma-Artikel sind bei vielen namhaften Pharmafirmen unter einem Dach zusammengefasst. Wir gehen davon aus, dass sich aus dem modernen Life-Science-Bereich mittelfristig eine kostengünstige Palette an klassischen OT C-Medikamenten entwickeln wird, die in einer pharmagerechten, aber auch günstigen Verpackung angeboten werden, womit auch der Geschäftsumsatz positiv beeinflusst werden wird.

Vielen Dank für das Gespräch!

Stölzle-Geschäftsführer Johannes Schick:

„Wir gehen davon aus, dass sich aus dem modernen Life-Science-Bereich mittelfristig eine kostengünstige Palette an klassischen OTC-Medikamenten entwickeln wird, die in einer pharmagerechten, aber auch günstigen Verpackung angeboten werden.

Info kompakt:

Die Stolzle-Oberglas GmbH versteht sich als „one-stop-shop“ und produziert im weststeirischen Stammwerk unter Reinbedingungen und u.a. mittels Laminar-Flow-Technik hochwertiges Verpackungsglas für den pharmazeutischen Bereich wie auch Miniaturen für Lebensmittel und Spirituosen.

botenstoff 01.10

Quelle: botenstoff 01.10
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